reflekta*reflekta

Mit seinem neuen Haarschnitt und einer Rettungsweste über den Schultern liegt er auf der Couch und starrt in den Raum. Die Wanduhr funktioniert nicht mehr. Die Heizung ist aus. Seine Füße sind eingeschlafen, doch ihm fehlt der Wille sich zu bewegen. Die Rollläden sind immer noch unten, dabei ist es längst Nachmittag – vielleicht liegt es an der stehengebliebenen Uhr? Das monotone Ticken ist jedenfalls schon lange nicht mehr da, dafür dringen von irgendwoher plötzlich seltsame Klänge an seine Ohren. Schall und Wahn durchfluten das Zimmer. Der Fernseher grießelt schwarz und weiß. Die Nerven zucken nervös. Realität und Einbildung verschwimmen zunehmend. Rauschen. Wenig später sind nur noch ein paar Tiergeräusche zu hören. Es klingt nach Elefanten, die durch den Dschungel trotten, vielleicht sind es aber auch einfach nur vier betrunkene Kamele in einem Wüstensturm.

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