Mit einer Mischung aus Anarcho-Komik und tiefgründigem Nonsens rückt der Gitarrist El Mago Masin den Begriff Liedermacher in ein ungewohntes, aber angenehm verrücktes Licht. Wenn ein Liebeslied von Schweineinnereien handelt und in feinstem tanzbaren Ska mit seiner Band Wildcamping gespielt wird oder der 1,90-Mann zugibt dass er unter der Dusche gerne mal von den verschiedenen Frucht-Duschgels nascht, ist man schon mitten drin in der sagenhaften Welt von El Mago Masin.
Zu den wahnwitzigen Liedern seines ersten Solo-Programmes erklingt eine virtuos gespielte Gitarre in der grotesken Mischung aus Bossa Nova, Chanson, Ska und Punk. Erwartet das Unerwartete, sein Solo-Programm umgesetzt mit seiner Band Wildcamping lebt von der Spontaneität von El Mago Masin.
Franz Xaver Bogner vermengte mit seiner Kultserie „Irgendwie und Sowieso“ das bayerische Lebensgefühl mit dem amerikanischen Rock ’n’ Roll Way of Life wie kein anderer. Würde jedoch heutzutage jemand den Versuch unternehmen, einen Film über die niederbayrische Jugend des neuen Jahrtausends zu drehen, der Soundtrack müsste zwangsläufig von null8sprachrohr stammen. Der Titel ihres zweiten Longplayers „An der Grenze zur Geschmacklosigkeit“ bringt es auf den Punkt. Hier wird der Spagat zwischen derbem Gaststubenhumor und freshen Dancebeats Pariser Bauart mit einer augenzwinkernden Leichtigkeit geschultert die ihresgleichen sucht…
Das INTRO-Magazin beschreibt DADAJUGEND POLYFORM als: „analoges Duracell-Wunder“ – so unglaublich wie das süß-rosa-plüschige Kuschelmonster in seiner Ecke immer noch seit den 80ern auf der Trommel rumhaut, kann man es kaum fassen wie die Band mit ihrer electropunkigen Energie einfach mitreißen und umblasen – wozu der MUSIKEXPRESS noch: „sehr fiese Basslines und cheesy Sequencerattacken“ hinzufügt und daraufhin das UNCLE SALLYS der Band zugesteht: „den Soundtrack zum Leben vieler junger Großstädter abzuliefern: multilingual, ausgesprochen laptop-affin und insgesamt irgendwie verdammt hip.“
Computerbastelei in Garage und Wohnzimmer – daraus entstehen Weltkonzerne oder die Dadajugend Polyform. Was als Soundtüftelei begann, ist nach einiger Zeit – verstärkt durch einen Gitarristen und den Alleskönner Roland SP404 zur Liveband herangereift. Zwischen den Stühlen als Konzept: Gitarre hier – Synthie da; ein bisschen Englisch trifft auf ein bisschen Deutsch. Die Grundsteine sind gelegt und werden sofort wieder eingerissen. Dada Hype – coming soon !?!