Ein bisschen ist es, als wären The Notwist im Partyfieber: schönes Gefrickel und Geknister, liebevolle und coole Elektroniksounds lugen hinter versteckten Winkeln hervor. Ein bisschen, als hätten die Eels (zur Electro Shock Blues-Phase) keine Sozialisation in US-amerikanischem Folk- und Countrysongwriting, sondern im Deutschpunk der Sorte EA 80 oder Trend; ein bisschen als wäre da endlich eine Band in Deutschland, die genauso cool und selbstverständlich Krach, Sperrigkeit und süße Melodien in Popsongs überführt wie die Dandy Warhols. Eine unpeinliche Mischung aus total altmodisch und blitzgeschwind und modern. Bei Freizeit98 ist eine Bombe noch eine schwarze Kugel mit Zündschnur und Roboter sehen aus wie man sich das in Science-Fiction B-Movies der späten 50er Jahre vorstellte. Über das aktuelle Album Soul in Helsinki schrieb das Magazin Persona Non Grata: „Und so klingt uns jetzt eine ultrasympathische und ebenso charmante Platte voller kleiner Hits aus den Lautsprechern entgegen. Die bayrische Provinz zeigt uns, wie guter Indierock made in Germany gehen kann.“

„Zusammen ist man weniger allein“, dachten sich zwei Feuchtwanger Gitarristen und gründeten das Duo „Stephan, Boerni und die Klapperschlange“. Mit eben jenem Projekt machten sie sich auf diversen Geburtstagsfeten einen Namen, dehnten das Duo auf eine Band aus und hoben Kickin The Void aus der Taufe. Mit dem Motto „Hauptsache es rockt“ schafften es die – jetzt vier – Musiker endlich, eigene Songs zu schreiben. Die stilistische Richtung in der sich die Band bewegt schwankt über verschiedene Einflüsse von Britpop und Funk bis hin zu Metal – eben alles was die Bandmitglieder an eigenen Interessen so mitbringen.

Leniwiec ist das polnische Wort für das gemeine Fünffingerfaultier, wie es dementsprechend auch im Logo der Band vorkommt. Der Gattung der Faultiere sind die vier Polen dabei aber nicht unbedingt zuzurechnen, denn die Musiker sind seit ihrer Gründung 1994 ungemein umtriebig, tourten bereits in 9 Ländern und haben über 400 Konzerte gegeben, den Großteil davon in Polen, Deutschland und der Tschechischen Republik. Exotischere Abstecher führten sie bereits weit in Europas Norden in Länder wie Finnland und Litauen. Markenzeichen der Band sind melodische Ska-Punk-Songs, die meist von Akkordeon und Posaune begleitet werden, gelegentlich zum Reggae abdriften und ständig dazu animieren, das Tanzbein zu schwingen… Eines der Highlights in 14 Jahren Bandgeschichte stellte der Auftritt auf dem polnischen Przystanek Woodstock Festival dar, das jedes Jahr sage und schreibe dreihunderttausend Besucher (!) anlockt und damit eines der größten Open Airs Europas überhaupt sein dürfte. Daneben stehen auch zahlreiche Veröffentlichungen von CDs für die musikalische Qualität der Band, darunter mehrere Alben und einige Beiträge zu Compilations wie den Fußballfan-Sampler „Let’s Kick Racism Out Of Football“

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